Über mich

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Ich heiße Lyubov (kommt aus dem russischen und heißt Liebe) und bin im Jahr 1964 geboren. In der Ukraine habe ich Ingenieur im Maschinenbau studiert und mit einem Diplom abgeschlossen. 1998 bin ich mit meiner Familie nach Deutschland gekommen. Sodann habe ich eine Umschulung in IT-Bereich bei Siemens gemacht, doch leider konnte ich in keinem meiner gelernten Bereiche eine Arbeitsstelle finden. So entschloss ich mich meinen kleinen Laden zu eröffnen und meine Existens von mir abhängig zu machen. Die Idee besaß ich schon länger, doch der Punkt war nie erreicht.

Schon viel früher habe ich mich für sämtliche Arten der Handarbeit interessiert (meinen ersten Pulli habe ich in der 4. Klasse gestrickt, weder Lehrer noch Mitschüler wollten es damals glauben und mit meinem Bruder habe ich immer ein Wettspiel gespielt, wer von uns beiden es schafft mehr Reihen zu stricken). Mit der Zeit wurde es dann zu meiner absoluten Lieblingsbeschäftigung. Ich habe gelernt mit der Strickmachine umzugehen, habe einen Kurs für Stickerei mit der Nähmachine besucht, einen Häckelkurs, bis ich schließlich die schönsten Handarbeitsarten für mich entdecken konnte - Klöppeln und Occhi.

Jede meiner freien Minuten versuche ich mit der Handarbeit zu verbringen. Ich kann sogar behaupten, dass ich diese, wie Luft zum Leben brauche. Die verschiedensten Gefühle, die man damit in Verbindung bringt sind unglaublich, sei es Freude, Entspannung, Ausdruck seiner Persönlichkeit. Ich erfreue mich auch daran etwas mit meinen Händen zu machen und zu verschenken um zu hören, dass es jemand anderem auch gefällt. 

Warum ausgerechnet russische Spitze?! Ich habe seit Jahren deutsche Handarbeitsbücher und Zeitschriften (bereits in der Ukraine) gekauft und es hat mich interessiert, wie diese Art der Handarbeit in anderen Ländern gelebt wird. So denke ich, dass ich richtige Handarbeitsbegeisterte von russischen Klöppelspitzen überzeugen kann. Sie sind leicht in der Herstellung und doch so traumhaft schön. Russisches Occhi wurde Ende der 90er Jahre neu geboren und es erschien viel Literatur darüber mit Beschreibungen von ungewöhnlichen Techniken. Es ist schade, dass diese hier nicht so weit verbreitet sind. So nahm ich mir das als Ziel vor, diese Schönheiten hier bekannt zu machen. Meinem Ziel nähere ich mich spürbar immer mehr.